DIN EN ISO 13383-2
Fine ceramics (advanced ceramics, advanced technical ceramics) - Microstructural characterization - Part 2: Determination of phase volume fraction by evaluation of micrographs (ISO 13383-2:2012); German version EN ISO 13383-2:2016
| Organization: | DIN |
| Publication Date: | 1 August 2016 |
| Status: | active |
| Page Count: | 20 |
| ICS Code (Advanced ceramics): | 81.060.30 |
scope:
Dieser Teil von ISO 13383 legt ein manuelles Messverfahren zur Bestimmung des Volumenanteils der Hauptphasen in Hochleistungskeramik
ANMERKUNG 1 Bei diesem Verfahren wird vorausgesetzt, dass die tatsächlich vorhandenen Volumenanteile einer Phase nach stereologischen Prinzipien den Flächenanteilen entsprechen, die auf einem zufällig festgelegten Querschnitt vorhanden sind.
ANMERKUNG 2 Anleitungen zum Polieren und Ätzen von Hochleistungskeramik
Das Verfahren gilt für keramische Werkstoffe mit einer oder mehreren deutlich erkennbaren Sekundärphasen, die z. B. in Al2O3/ZrO2, Si/SiC oder in Al2O3/SiCw zu finden sind.
Falls das Prüfmaterial diskrete Poren enthält, können sie im Rahmen dieses Verfahrens als Sekundärphase angesehen werden, sofern es keine Hinweise darauf gibt, dass beim Polieren Körner herausgebrochen wurden, die mit echten Poren verwechselt werden könnten.
ANMERKUNG 3 Falls der Werkstoff eine Porosität von mehr als etwa 20 % aufweist, besteht ein großes Risiko, dass beim Polieren eine Beschädigung des Mikrogefüges auftritt und die Messung des Porenvolumenanteils irreführend sein kann. Ergebnisse der Bestimmung von Volumenanteilen einer Sekundärphase oder von Porenvolumenanteilen
ANMERKUNG 4 Viele Keramikwerkstoffe enthalten kleine Mengen glasartiger Sekundärphasen. Für eine geeignete Einschätzung des Glasphasenanteils sollte das Glasmaterial zwischen den Kristallkörnern leicht erkennbar sein und demzufolge eine Mindestbreite von 0,5 μm haben. Das in diesem Teil von ISO 13383 beschriebene Verfahren gilt als ungeeignet für dünne, um Körner angeordnete Glasschichten.
ANMERKUNG 5 Mikrogefüge sind selten homogen, und auf verschiedenen Mikroaufnahmen können unterschiedliche Phasenanteile vorhanden sein. Es ist wichtig, einen ausreichend großen Bereich des präparierten Querschnitts zu untersuchen, um sicherzustellen, dass repräsentative Bereiche für die Auswertung ausgewählt werden, die keine auffälligen Unregelmäßigkeiten enthalten. Bei diesem Verfahren wird vorausgesetzt, dass die ausgewählten Bereiche eines vorbereiteten Querschnitts statistisch repräsentativ für den gesamten Querschnitt sind, aus dem Proben entnommen wurden.
Es kann sein, dass einige Anwender dieses Teils von ISO 13383 eine automatische oder halbautomatische Bildanalyse auf die Mikroaufnahmen oder auf direkt angezeigte Gefügebilder anwenden möchten. Dies fällt gegenwärtig nicht in den Anwendungsbereich dieses Teils, es sind jedoch einige Hinweise in Anhang A gegeben.
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