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DIN EN ISO 5495

Sensory analysis - Methodology - Paired comparison test (ISO 5495:2005 + Cor 1:2006 + Amd 1:2016); German version EN ISO 5495:2007 + A1:2016

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Organization: DIN
Publication Date: 1 October 2016
Status: active
Page Count: 32
ICS Code (Sensory analysis): 67.240
scope:

Diese Internationale Norm beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung, ob zwischen den Proben von zwei Prüfmaterialien ein wahrnehmbarer sensorischer Unterschied oder eine Ähnlichkeit in Bezug auf die Intensität einer sensorischen Merkmalseigenschaft vorliegt. Diese Prüfung wird manchmal auch als gerichtete Prüfung auf Unterschied oder 2-AFC-Prüfung (en: „Alternative Forced Choice", de: „Zwangsauswahl zwischen Alternativen") bezeichnet. Tatsächlich ist die paarweise Vergleichsprüfung eine Zwangsauswahlprüfung („Forced-Choice"-Prüfung) zwischen zwei Alternativen.

ANMERKUNG Die paarweise Vergleichsprüfung ist die einfachste verfügbare Einstufungsprüfung, weil sie sich nur auf zwei Proben bezieht.

Das Verfahren ist unabhängig davon anwendbar, ob der Unterschied nur bei einer einzelnen sensorischen Merkmalseigenschaft oder bei mehreren Merkmalseigenschaften vorliegt; das bedeutet, es ermöglicht die Bestimmung, ob ein wahrnehmbarer Unterschied in Bezug auf eine vorgegebene Merkmalseigenschaft vorliegt, und die Festlegung der Richtung des Unterschieds, es gibt jedoch keinen Hinweis auf die Größe dieses Unterschieds. Das Fehlen eines Unterschieds hinsichtlich der untersuchten Merkmalseigenschaft bedeutet nicht, dass zwischen den beiden Prüfmaterialien kein Unterschied vorliegt.

Dieses Verfahren ist nur anwendbar, wenn die Prüfmaterialien relativ homogen sind.

Das Verfahren eignet sich besonders für

a) die Untersuchung daraufhin 

- ob ein wahrnehmbarer Unterschied vorliegt (paarweise Prüfung auf Unterschied), oder 

- ob kein wahrnehmbarer Unterschied vorliegt (paarweise Prüfung auf Ähnlichkeit), wenn zum Beispiel Änderungen bei den Zutaten oder Arbeitsschritten von Verarbeitung, Verpackung, Handhabung oder Lagerung vorgenommen wurden, oder

b) die Auswahl, Schulung und Leistungsüberprüfung von Prüfpersonen.

Vor der Durchführung der Prüfung muss bekannt sein, ob es sich um eine einseitige Prüfung (der Prüfungsleiter kennt im Voraus die Richtung des Unterschieds und die Alternativhypothese entspricht dem Vorliegen eines Unterschieds in der erwarteten Richtung) oder um eine zweiseitige Prüfung (der Prüfungsleiter kennt nicht im Voraus die Richtung des Unterschieds und die Alternativhypothese entspricht dem Vorliegen eines Unterschieds in der einen oder anderen Richtung) handelt.

Die paarweise Prüfung kann auch zum Vergleich von zwei Prüfmaterialien im Sinne einer Bevorzugung verwendet werden. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der paarweisen Prüfung sind in Bild 1 zusammengefasst.

BEISPIEL 1 (Fall a) Die Herstellung eines Kekses wurde geändert, damit er knuspriger wird. Es wird eine Überprüfung gewünscht, ob diese Verbesserung wahrnehmbar ist. Deshalb muss versucht werden, einen Unterschied nachzuweisen, um herauszufinden, ob das neue Erzeugnis als knuspriger empfunden wird als das herkömmliche Erzeugnis (Kontrollprobe).

BEISPIEL 2 (Fall b) Ein Hersteller weiß, dass das Erzeugnis möglicherweise Spuren einer Zutat enthält, die dem Erzeugnis einen Fremdgeschmack verleihen. Deshalb möchte er die maximal zulässige Menge bestimmen, mit der der Geschmacksunterschied zu einem Referenz-Prüfmaterial ohne diese Zutat kaum wahrnehmbar ist und deshalb keine nachteiligen Folgen hat.

BEISPIEL 3 (Fall c) Es besteht die Absicht, eine neue Suppe herzustellen und zwei Zutaten zu vergleichen, die einen salzigen Geschmack verleihen. Aus Kostengründen wird die Zutat gesucht, die bei gleicher Konzentration den stärksten Salzgeschmack hervorruft. Deshalb muss versucht werden, einen Unterschied nachzuweisen. Es ist nicht im Voraus bekannt, welche Zutat den stärksten Salzgeschmack erzeugt.

BEISPIEL 4 (Fall d) Ein Hersteller von Kunststoffen, die insbesondere von Autoherstellern für Armaturenbretter verwendet werden, hat die Absicht, aus betriebswirtschaftlichen Gründen das herkömmliche Gleitmittel durch ein neues zu ersetzen, möchte jedoch nicht, dass der neue Kunststoff-Ansatz im Vergleich zum herkömmlichen Ansatz die Empfindung eines schwächeren oder stärkeren Gleitfähigkeitsverhaltens hervorruft. Es ist zu bestimmen, ob das neue Gleitmittel bei derselben Konzentration zu dem gleichen Grad an Gleitfähigkeit führt wie das herkömmliche Erzeugnis. Ziel ist also ein Nachweis, dass beide Gleitmittel in Bezug auf das Gleitfähigkeitsverhalten ähnlich sind. Dabei ist jedoch nicht im Voraus bekannt, welches Gleitmittel im Falle von Unterschieden zu den höheren Kennwerten für die Gleitfähigkeit führen kann.

Document History

DIN EN ISO 5495
October 1, 2016
Sensory analysis - Methodology - Paired comparison test (ISO 5495:2005 + Cor 1:2006 + Amd 1:2016); German version EN ISO 5495:2007 + A1:2016
Diese Internationale Norm beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung, ob zwischen den Proben von zwei Prüfmaterialien ein wahrnehmbarer sensorischer Unterschied oder eine Ähnlichkeit in Bezug auf die...
April 1, 2015
Sensory analysis - Methodology - Paired comparison test (ISO 5495:2005/DAM 1:2015); German version EN ISO 5495:2007/prA1:2015
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October 1, 2007
Sensory analysis - Methodology - Paired comparison test (ISO 5495:2005 and ISO 5495:2005/Cor 1:2006); German version EN ISO 5495:2007
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References

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