scope:
Dieser Teil von IEC 61968 spezifiziert die Erweiterungen des
allgemeinen Informationsmodells (CIM) für die Verteilung, welche in
IEC 61970-301 spezifiziert sind. Er definiert eine grundlegende
Reihe von Erweiterungen des allgemeinen Informationsmodells (CIM),
welche die Nachrichtendefinition nach IEC 61968-3 bis IEC 61968-9,
IEC 61968-13 und IEC 61968-14 1) unterstützen. Der
Anwendungsbereich der vorliegenden Norm erstreckt sich auf das
Informationsmodell, welches das Basis-CIM für die Bedürfnisse von
Verteilnetzen erweitert, und auch auf die Integration in
unternehmensweiten Informationssystemen, welche üblicherweise
innerhalb von Anlagen zur Elektrizitätsversorgung angewendet
werden. Das Informationsmodell ist in UML definiert, welche eine
plattformunabhängige und elektronisch verarbeitbare Sprache ist,
welche wiederum verwendet wird, um Definitionen des
Nachrichtengehalts (en: message payload) in verschiedenen
geforderten Formaten zu erzeugen. Dadurch wird die vorliegende Norm
nicht von Spezifikationen, Entwicklung und/oder Anwendung von
Infrastrukturen der nächsten Generation betroffen, weder durch die
Anwendung von Normen noch durch urheberrechtliche Mittel.
Für den Zweck des vorliegenden Teils von IEC 61968 bezieht sich
das Verteilungs-CIM (DCIM; en: distribution CIM) auf das
IEC-CIM-Modell, wie es in IEC 61970-301 und diesem Teil von IEC
61968 beschrieben ist.
Das allgemeine Informationsmodell (CIM) ist ein abstraktes
Modell der wichtigsten Objekte in einem
Elektrizitätsversorgungsunternehmen, welches üblicherweise an
Versorgungsaktivitäten beteiligt ist. Durch die Bereitstellung
einer genormten Weise der Darstellung von Ressourcen von
Stromversorgungssystemen als Objektklassen und -attribute zusammen
mit ihren Beziehungen unterstützt das CIM die Integration von
Softwareanwendungen, welche unabhängig von verschiedenen Anbietern
entwickelt wurden. Das CIM unterstützt Integration durch die
Definition einer allgemeinen Sprache (d. h. Semantik und Syntax)
auf der Grundlage des CIM, um es diesen Anlagen oder Systemen zu
ermöglichen, auf öffentliche Daten zuzugreifen und Informationen
unabhängig davon auszutauschen, wie solche Informationen intern
dargestellt werden.
IEC 61970-301 definiert ein Basis-CIM für Anwendungen von
Energiemanagementsystemen (EMS), einschließlich vieler Klassen,
welche in einem breiteren Spektrum von Anwendungen zweckdienlich
wären. Aufgrund ihrer Größe sind die CIM-Klassen in logische Pakete
gruppiert, und Sammlungen dieser Pakete werden als getrennte
Internationale Normen bearbeitet. Das vorliegende Dokument
erweitert das Basis-CIM mit Paketen, welche sich auf
Netzführungssysteme (DMS; en: distribution management systems)
konzentrieren, einschließlich Vermögenswerten, Arbeitsaufwand,
Kunden, Laststeuerung, Verbrauchszählung und anderem. IEC
62325-3012) erweitert das CIM durch Pakete, welche sich
auf Markttätigkeiten und Marktmanagementanwendungen konzentrieren.
Andere CIM-Erweiterungen dürfen als Internationale Normen
veröffentlicht werden, wobei jede durch eine getrennte Gruppe von
Fachexperten bearbeitet wird. Abhängig von den Bedürfnissen eines
Projekts kann die Integration von Anwendungen Klassen und Pakete
aus einer oder mehreren dieser CIM-Normen erfordern.
1) IEC 61968-5, IEC 61968-6, IEC 61968-7, IEC 61968-8
und IEC 61968-14 sind in Beratung.
2) In Beratung