DIN EN 10243-1
Gesenkschmiedeteile aus Stahl - Masstoleranzen - Teil 1: Warm hergestellt in Haemmern und Senkrecht-Pressen; Deutsche Fassung EN 10243-1:1999
| Organization: | DIN |
| Publication Date: | 1 June 2000 |
| Status: | active |
| Page Count: | 28 |
| ICS Code (Iron and steel forgings): | 77.140.85 |
scope:
Diese Europäische Norm enthält Maßtoleranzen für Gesenkschmiedeteile aus Stahl, hergestellt in Hämmern und Senkrecht-Pressen.
Der erste Teil dieser Europäischen Norm gilt für Gesenkschmiedeteile im Lieferzustand, die aus Kohlenstoff- oder legiertem Stahl warm in Hämmern und Pressen geschmiedet sind. Die Toleranzen gelten für Gesenkschmiedeteile bis zu einem Gewicht von 250 kg und einer größten Länge von 2 500 mm. Toleranzen für schwerere oder größere Schmiedeteile müssen besonders vereinbart werden.
Diese Europäische Norm ist nicht auf gestauchte
Gesenkschmiedestücke
Die in dieser Europäischen Norm angegebenen Toleranzen umfassen Schmiedeteile nach normalen Anforderungen und Schmiedeteile mit engeren Toleranzgrenzen. Diese zwei Schmiedegüten werden wie folgt unterschieden:
- Schmiedegüte F mit Toleranzen von ausreichender Genauigkeit
für die meisten Anwendungsfälle, die sich mit üblichen
Schmiedeeinrichtunge
- Schmiedegüte E sieht engere Toleranzen für solche Fälle vor, für welche die normalen Anforderungen nicht ausreichen.
Obgleich Toleranzen der Schmiedegüte E (eng) auf alle Abmessungen eines Schmiedeteiles angewendet werden können, ist es wirtschaftlicher, sie nur auf diejenigen Maße anzuwenden, bei denen die engeren Toleranzen notwendig sind.
Diese Schmiedegüte sollte nur verlangt werden, wenn die sich ergebenden zusätzlichen Kosten durch eine Einsparung in den Gesamtkosten gerechtfertigt sind. Die Tabellen für Maßtoleranzen sind auf der Vorzugsreihe R 20 aufgebaut (siehe ISO 3).
Der Anhang A vermittelt zur Information einige
Anwendungsbeispiele dieser Toleranzen für verschiedene Arten von
Gesenkschmiedeteilen
Es gibt mitunter auch Fälle, welche die Anwendung größerer als der angegebenen Toleranzen erfordern - beispielsweise wenn es sich um besonders komplizierte Schmiedeteile oder um besonders schwer zu verschmiedende Stähle handelt. In solchen Fällen kann die Toleranznorm nur als Grundlage dienen; die den jeweiligen Umständen am besten gerecht werdenden Toleranzen müssen besonders vereinbart werden.
Diese Europäische Norm enthält keine Sondertoleranzen, enger als Güteklasse E. Solche Anforderungen setzen üblicherweise zusätzliche Arbeitsgänge - z. B. Warmoder Kaltkalibrieren - oder besondere Umformverfahren - z. B. Halbwarm- oder Kaltschmieden voraus.
Erwägungen dieser Art sind, obwohl sie häufig vorkommen, fallbedingt und sehr unterschiedlich. Die Beratung soll erfolgen, wenn sich das Schmiedeteil noch im frühen Stadium des Entwurfes befindet; auf diese Weise können die speziellen Anforderungen des Abnehmers mit geringsten zusätzlichen Kosten erfüllt werden.
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