scope:
Diese mehrteilige Internationale Norm legt Grundsätze fest und
spezifiziert die für das Privilegienmanagement und die
Zugriffssteuerung auf Daten und Funktionen erforderlichen
Dienste.
Sie konzentriert sich auf die Kommunikation und Nutzung von
gesundheitsbezogenen Informationen, die über die Grenzen von
Policy-Domains hinweg verteilt werden. Das umfasst die gemeinsame
Nutzung von gesundheitsbezogenen Informationen durch nicht
miteinander verbundene Anbieter und Organisationen des
Gesundheitswesens, Krankenversicherungen, deren Patienten,
Mitarbeiter und Handelspartner sowohl durch Einzelpersonen als auch
durch Anwendungssysteme im Bereich von einer lokalen zu einer
regionalen oder auch nationalen Situation.
Sie legt die erforderlichen komponentenbasierten Begriffe fest
und soll deren technische Implementierung unterstützen. Sie legt
jedoch nicht fest, wie diese Begriffe in speziellen klinischen
Prozessabläufen zu verwenden sind.
Dieser Teil von ISO 22600 führt das zugrundeliegende Paradigma
von formalen High-Level-Modellen für Architekturkomponenten ein. Es
basiert auf ISO/IEC 10746 (alle Teile) und führt das Domainmodell,
das Dokumentmodell, das Policy-Modell, das Rollenmodell, das
Autorisierungsmodell, das Delegierungsmodell, das Steuerungsmodell
und das Zugriffssteuerungsmodell ein.
Die Spezifikationen werden unter Verwendung der Metasprachen
Unified Modelling Language (UML, de: Vereinheitlichte
Modellierungssprache) und Extensible Markup Language (XML, de:
Erweiterbare Auszeichnungssprache) angegeben. Zur Erläuterung der
Grundsätze werden weitere Diagramme verwendet. Die verwendeten
Attribute wurden auf das HL7-Referenzinformationsmodell (siehe ISO
21731:2006) und die HL7- Datentypdefinitionen referenziert.
Das Rollenmodell wird nur umrissartig und unter Verweisung auf
ISO 21298 vorgestellt.