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Dieser Teil der ISO 12219 legt Anforderungen fur die
Gesamtfahrzeugprufkammer, die Probenahmeapparatur und die
Betriebsbedingungen fur die Bestimmung der fluchtigen organischen
Verbindungen (VOC) und der Carbonyle in der Fahrgastzellenluft
fest. Drei Messreihen werden durchgefuhrt: eine fur die VOC und
Carbonyle wahrend der Simulation der Umgebungsbedingungen (23
°C-Zyklus) unter Standardbedingungen bei 23 °C ohne Luftaustausch,
eine zweite nur fur die Messung von Formaldehyd bei erhohten
Temperaturen (Park-Zyklus) und eine dritte fur VOC und Carbonyle
bei anfangs erhohter Temperatur, bei der der Fahrbetrieb simuliert
wird, nachdem das Fahrzeug in der Sonne geparkt worden war
(Anfahr-Zyklus). Zur Simulation der mittleren Sonneneinstrahlung
wird eine festgelegte Strahlungsdichte in der
Gesamtfahrzeugprufkammer zugrunde gelegt.
Das VOC-Verfahren ist fur Messungen von unpolaren und leicht
polaren VOC im unteren Mikrogramm-pro-
Kubikmeter-Konzentrationsbereich (μg m-3) bis zu
mehreren Milligramm pro Kubikmeter (mg m-3) validiert.
Bei Anwendung der in diesem Verfahren beschriebenen
Benutzungsanweisungen konnen auch einige schwerfluchtige organische
Verbindungen (SVOC) analysiert werden. Kompatible Verbindungen sind
solche, die in Tenax TA®-Sorptionsrohrchen1)
erfasst und fur die Analyse freigesetzt werden konnen, wie dies in
ISO 16000-6 beschrieben ist. Bei den zu erfassenden VOC handelt es
sich um die n-C6- bis n-C16- Verbindungen.
Das Probenahme- und Analysenverfahren fur Formaldehyd und
anderen Carbonylverbindungen wird in der Weise durchgefuhrt, dass
Luft durch Prufrohrchen geleitet wird, die mit
2,4-Dinitrophenylhydrazin (DNPH) beschichtet sind. Die
anschliesende Analyse erfolgt mit Hilfe der
Hochleistungsflussigchromatografie (HPLC) mit
Ultraviolett-Absorptions-Detektion. Formaldehyd und andere
Carbonylverbindungen konnen im Konzentrationsbereich von ungefahr 1
ƒÊg m-3 bis 1 mg m-3 bestimmt werden.
Das Verfahren ist fur Personenkraftwagen im Sinne der ISO 3833
validiert.
Dieser Teil der ISO 12219 behandelt:
a) Transport und Lagerung des Pruffahrzeugs bis zum Beginn der
Prufung,
b) Konditionierung des Pruffahrzeugs und der Umgebung des
Pruffahrzeugs sowie der Gesamtfahrzeugprufkammer,
c) Konditionierung des Pruffahrzeugs vor den Messungen,
d) Simulation der Ausenluftbedingungen (23-‹C-Zyklus),
e) Formaldehydprobenahmen bei erhohten Temperaturen
(Park-Zyklus),
f) Simulation der Fahrt nachdem das Pruffahrzeug in der Sonne
geparkt wurde (Anfahr-Zyklus).
Ausgeschlossen sind Busse, Wohnmobile und Lastkraftwagen im
Sinne der ISO 3833.